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Studiengang Innovationsmanagement

Innovationsmanagement dual studieren
Erfolg ist planbar

Innovative Unternehmen wachsen schneller, sind nachhaltig erfolgreicher und generieren mehr Umsatz. Ausreichende Investitionen allein sind heute keine Erfolgsgarantie mehr. Es bedarf vielmehr einer bewussten Planung, Steuerung und Kontrolle aller Aktivitäten im Innovationsumfeld eines Unternehmens. Erfolgreiche Innovationen entstehen häufig an Schnittstellen und durch Feedback-Prozesse, die moderiert und systematisch gemanagt werden. Wesentlich ist dabei, den Kundennutzen in den Mittelpunkt der Produkt- und Prozessentwicklung zu stellen – von der Idee bis hin zum marktfähigen Produkt. Der Studiengang vermittelt Kenntnisse der innerbetrieblichen Abläufe und Spielregeln im Rahmen der Ausbildung. Im begleitenden akademischen Studium schaffen die Verbindung der Disziplinen Wirtschaftswissenschaften und Design fundierte Problemlösungskompetenz und vertieftes wirtschaftswissenschaftliches Verständnis.

Große Bandbreite und kleine Semester
Um dieses anspruchsvolle ausbildungsintegrierte duale Studium mit seiner großen fachwissenschaftlichen Bandbreite erfolgreich absolvieren zu können sind zahlenmäßig kleine Semester von etwa 15 Studierenden pro Jahrgang erforderlich. Dadurch ist eine intensive Betreuung möglich. Die Dozentinnen und Dozenten der BGBA besitzen viel Erfahrung aus der eigenen erfolgreichen beruflichen Praxis. Persönliche Nähe und hohes Engagement sind Kennzeichen für die Lehre an der BGBA. Die Werkstätten und Seminarräume der Zeichenakademie, dem Studienort der BGBA, sind auf dem allerneuesten technischen Stand und das einzigartige Ambiente des Gebäudes und seine Grünflächen sorgen auch im Übrigen für ein Studium in positiver Atmosphäre.

Studienstruktur und Modularisierung
Stufenweiser Aufbau des Studiums

In sieben Semestern lernen die Studierenden des Studienganges den Erfolgsfaktor Innovationsmanagement kennen. Für die strategische Entwicklung von Innovationen erlernen sie interdisziplinär – teilweise in Überschneidung mit den beiden anderen Studiengängen - alles über Design als Prozess, Methoden des Kreativitäts- und Schnittstellenmanagements sowie relevante wirtschaftswissenschaftliche Grundlagen. Im Rahmen des dualen Studiums analysieren die Studierenden den Aufbau und den Erhalt von Erfolgspotenzialen in ihrem Ausbildungsbetrieb in der Industrie. Sie lernen Methoden und Konzepte kennen, um unternehmensspezifische Strategien für Produkte und Services nutzerorientiert zu entwickeln. Während des Studiums werden Problemlösungskompetenzen entwickelt, welche dazu befähigen, zu einer lebendigen Innovationskultur in Unternehmen beizutragen. Die kommunikativen Fähigkeiten setzen die Studierenden in ihrer Schnittstellenfunktion im Unternehmen ein und steuern damit später interdisziplinäre Teams.

Studienverlauf Punkt für Punkt
Die Studiengänge sind in modularen Lerneinheiten aufgebaut. Pro Modul werden Leistungspunkte (ECTS-Punkte nach dem European Credit Transfer System) in definierter Höhe vergeben. Der Studienverlauf umfasst insgesamt 33 Module inklusive Bachelor-Thesis, Praxismodulen und betrieblichem Abschlussprojekt. In Summe ergeben sich mit Abschluss des Bachelorstudiums180 ECTS-Punkte, die zum Masterstudium berechtigen. Im 5. Semester wird der Ausbildungsabschluss zum Industriekaufmann/-kauffrau abgelegt. Im letzten Studienjahr findet die Verzahnung mit der betrieblichen Praxis durch eine projektbezogene Bachelorthesis statt. Darüber hinaus ist eine Besonderheit des BGBA-Studiengangs Innovationsmanagement das Angebot zur individuellen Schwerpunktsetzung durch Wahlpflichtmodule im 6. und 7.Semester. Auch in Verbindung mit der Bachelorthesis kann eine Schwerpunktsetzung nach Wahl erfolgen. Der Schwerpunkt Wirtschaft bietet den Studierenden die Möglichkeit, sich auf wirtschaftswissenschaftliche Aspekte zu spezialisieren, wohingegen der Schwerpunkt Design die Erarbeitung designrelevanter Konzepte fokussiert.

Aufbau und Inhalte des dualen Studiums
Studienverlauf

Die ersten drei Semester sind auf Orientierungswissen und Basiskompetenzen ausgerichtet. Neben einer fachwissenschaftlichen Einführung im Orientierungskurs Design werden auch essenzielle Managementkompetenzen vermittelt. Hierzu zählen sowohl die Grundlagen des Designs und des Managements als auch Kompetenzen im Bereich Präsentation und Moderation und der IT-Anwendungen. Kreativitätsprozesse und Methoden für das Lösen komplexer Probleme führen in den Themenkomplex des Innovationsmanagements ein. Vertiefung bieten die Auseinandersetzung mit methodischen Designprozessen, juristischem Grundwissen sowie die Themenfelder Wirtschafts- und Innovationspolitik als auch Unternehmens- und Wettbewerbsstrategie. Die Inhalte werden durch Basiswissen im Personalwesen und Designgeschichte systematisch ergänzt.

In den anschließenden Semestern vier bis sechs stehen wesentliche Aufgabenfelder des Innovationsmanagements im Vordergrund: Hierzu zählen Datenbank und Datenanalyse, Branding- und Markendesign sowie Produktmanagement. Mit den Modulen Design Thinking und Innovationsmanagement wird die Bedeutung systematisch geförderter Kreativität als Voraussetzung für methodische Innovation vermittelt. Unternehmerische Erfolgskonzepte bestimmen den Inhalt des Moduls Marktanalyse und Marktforschung und werden durch Methodenwissen der professionellen Außenkommunikation ergänzt. Innovative Konzepte für Unternehmen stehen in Wechselwirkung zu gesellschaftlichen Entwicklungen und sind das Thema bei den Trendstudien.

Im Abschluss-Semester bereitet das Modul Thesis-Management auf die konzeptionelle Entwicklung von wissenschaftlichen Abschlussarbeiten vor. In der Bachelor-Thesis wird eine fachwissenschaftlich bedeutsame Problemstellung selbstständig bearbeitet und im Kolloquium verteidigt.

Das duale Studium mit dem Ausbildungsberuf zum Industriekaufmann/-frau umfasst jedes Semester ein Praxis-Modul (Betriebsphase) dessen Inhalte auf den Ausbildungsrahmenplan abgestimmt sind. Die studienrelevanten Lerninhalte werden dabei praxisbezogen angewandt und über definierte Aufgabenstellungen zu Beginn des jeweils folgenden akademischen Semesters überprüft. Die Semesteraufgaben sind im ausbildungsintegrierten Studium durch den Rahmenlehrplan festgeschrieben. Der Rahmenlehrplan verzahnt den betrieblichen Ausbildungsteil mit dem Studium inhaltlich und organisatorisch.

Ein Studium – zwei Schwerpunkte Im fünften und sechsten Semester findet die Schwerpunktsetzung im Rahmen des dualen Studiums statt. Zur Auswahl stehen zwei Schwerpunkte: Design oder Wirtschaft. Die Wahlpflichtmodule Branding- und Markendesign, Innovationsmanagement und Trendstudien werden jeweils in den Vertiefungen angeboten, um das Studienprofil zielgerichtet auf persönliche Interessen und auf die Bedarfe des Arbeitsmarktes und des ausbildenden Unternehmens auszurichten. Obwohl die Studierenden schon im fünften Semester ihre betriebliche Ausbildung abgeschlossen haben, verbleiben sie noch ein weiteres Jahr im Unternehmen und können auch die beiden Praxismodule nach ihrem frei gewählten Schwerpunkt ausrichten. Dies gilt natürlich auch für die Abschlussarbeit – die Bachelor-Thesis im siebten Semester.

Die Schwerpunkte Design und Wirtschaft
Der Schwerpunkt Wirtschaft bietet den Studierenden die Möglichkeit, sich auf wirtschaftswissenschaftliche Aspekte zu spezialisieren. Im Rahmen der drei Wahlpflichtangebote vertiefen die Studierenden gezielt betriebswirtschaftliche Herangehensweisen. Der Schwerpunkt Wirtschaft grenzt sich über die Inhalte hinaus durch die Vermittlung von ökonomischen Methoden und Modellen sowie den Inhalten vom Schwerpunkt Design ab. Themen wie Markenwertberechnung, Innovationsfinanzierung oder ökonomische Trendanalysen werden vertieft behandelt.

Der Schwerpunkt Design konzentriert sich auf designrelevante Konzepte und deren Problemlösungsstrategien. Die drei Wahlpflichtangebote analysieren u.a. die langfristige Wertentwicklung auf den Märkten der Kreativökonomie. Die Module formulieren die Potenziale designrelevanter Leistungen für Unternehmen und entwickeln Konzepte zur Markenführung. Die Planungs- und Analysemethoden des Innovationsmanagements werden in praxisorientierten Projekten auf konkrete, komplex vernetzte Problemstellungen angewandt. Im Schwerpunkt Design wird dieses Wissen in anwendungsbezogene Übungen vertieft.

Qualifikationsziele und Berufsaussichten
Gute Ideen ins Ziel bringen

Der Studiengang Innovationsmanagement verfolgt einen interdisziplinären Ansatz. Die Studierenden werden in die Lage versetzt, ihr übergreifendes Wissen anzuwenden und vernetzte Aufgaben an der Schnittstelle zwischen wirtschaftlich-organisatorischen und gestalterisch-kreativen Fragestellungen kompetent zu bearbeiten. Sie werden damit vertraut gemacht, sich mit interdisziplinären Fragen von Innovationsprozessen auseinanderzusetzen und können Erkenntnisse aus den Einzeldisziplinen zu einem vernetzten Lösungsszenario kombinieren. Eine ganzheitliche Betrachtungsweise von komplexen Aufgaben befähigt in hohem Maße, Probleme an betrieblichen Schnittstellen zu lösen.

Das vorrangige Qualifikationsziel ist die Entwicklung der Schnittstellenkompetenz für zunehmend komplexere unternehmerische Aufgaben. Die Studierenden wissen Kreativitätsprozesse gezielt zu nutzen, um die Ergebnisse in unternehmerische Produkte und/oder Produktivität umzuwandeln. Sie wissen um den Wettbewerbsvorteil, der durch Design entsteht und kennen dessen Wertschöpfungspotenzial für den Industriebetrieb. Sie sind befähigt, übergreifende Aufgaben an der Schnittstelle, z.B. zwischen Design, Produktion, Marketing und Entwicklung zu verantworten. Sie beherrschen die innerbetriebliche Steuerung von Innovationsprozessen.

Mit Abschluss des Studiums haben die Absolventinnen und Absolventen ihr individuelles Kompetenzprofil mit dem jeweiligen Schwerpunkt absolviert. Mit der dualen Qualifikation sind die Absolventinnen und Absolventen fähig, sich flexibel in unternehmerische Aufgabenstellungen einzuarbeiten und praxisorientierte Lösungen zu erzeugen. Sie beherrschen die Methoden der Präsentation, der Vernetzung von Organisationseinheiten / Institutionen innerhalb und außerhalb des betrieblichen Arbeitsfeldes in der Industrie sowie in der der Kommunikation mit möglichen Auftragnehmern. Sie wissen Verträge auszuhandeln und können sich in eine unternehmerische Organisation integrieren und bringen sich und ihre Schnittstellen-Kompetenzen professionell und qualifiziert ein.

Damit überzeugen sie beispielsweise im Produktmarketing ihre Kunden durch nutzerorientierte Darstellung der Produkte und Dienstleistungen ihres Unternehmens oder sprechen im Vertrieb die Sprache ihres Unternehmens und die des Kunden. In der Entwicklung unterstützen die Absolventinnen und Absolventen die Ingenieure und Techniker ihres Unternehmens durch Methodenkompetenz. Sie finden heraus, was die Kunden brauchen und wie die neuen Produkte und Dienstleistungen aussehen müssen. In der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit kommunizieren die Absolventinnen und Absolventen zielgruppenorientiert über das Unternehmen.

Studienorganisation und Studiengebühren
Raum für Innovation

Jedes Semester umfasst zwei Zeitblöcke von ungefähr gleicher Dauer: die betriebliche Ausbildungsphase und das anschließende akademische Semester. Die genauen Termine des akademischen Semesters und der betrieblichen Blockphasen werden frühzeitig auf der BGBA-Website für das jeweilige Folgesemester bekanntgegeben. Das Studium findet in den Räumen der Kaufmännischen Schulen Hanau und der Staatlichen Zeichenakademie statt. Die Praxisphasen werden an den jeweiligen betrieblichen Ausbildungsorten absolviert.

Studiengebühren
Die Studiengebühren betragen pro Monat 370,- €. Darin ist auch ein Semesterticket enthalten, das zur Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel (außer ICE und IC) in ganz Hessen berechtigt.
Viele Studierende jobben neben dem Studium um die Kasse aufzubessern. Hier ist es interessant zu wissen, dass Ausbildungskosten in einem Erststudium von der Steuer abgesetzt werden können. Ebenso Kosten für Fahrten und Wohnung. Aber auch wer nicht jobbt, kann für das Studium entstandene Kosten in den ersten beiden Berufsjahren absetzen. Weitere Informationen hierzu:
www.azubi.de/duales-studium/tipps/duales-studium-steuererklaerung

Bewerbung
Bewerbung auf einen Studienplatz für den dualen Studiengang Innovationsmanagement Um an der BGBA studieren zu können, muss man sich bewerben. Erforderlich sind:

  • Abitur / Fachhochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte Vorbildung
  • Ausbildungsvertrag in einem Praxispartnerunternehmen der BGBA zum Industriekaufmann/-kauffrau. (Die BGBA unterstützt Bewerber gerne, um ein geeignetes Unternehmen zu finden)
Falls die Zahl der Bewerber die Zahl der verfügbaren Studienplätze übersteigt, erfolgt die Zulassung auf Grundlage einer Prüfung, in der die gestalterisch-/konzeptionelle Eignung nachzuweisen ist.