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Produktgestaltung dual studieren

Design bedeutet Verantwortung
Industrieprodukte umgeben uns in jedem Moment unseres Lebens. Brauchbarkeit, Aussehen und Nachhaltigkeit der Produkte haben wesentlichen Einfluss auf unsere Lebensqualität. Dadurch haben Designerinnen und Designer eine hohe Verantwortung. Die BGBA entspricht dem hohen Stellenwert von Design durch ein umfassendes fachwissenschaftliches Lehrangebot, das auf die Möglichkeiten des Marktes ausgerichtet ist. Denn Innovationen und Kreativität mit Methode müssen auch Wirklichkeit werden. So führt innovatives Design als Wettbewerbsvorteil auch zu wirtschaftlichem Erfolg.

Verbindung von Design und Wirtschaft
Die Brüder Grimm Berufsakademie Hanau bietet mit ihrem staatlich anerkannten, innovativen Konzept ein duales Studium an, das sich im Besonderen auf die Verbindung von Design und Wirtschaft konzentriert. Die systematische Ausbildung der kreativen Fähigkeiten und das Wissen, wie innovative Ideen erfolgreich umgesetzt werden, stehen hierbei im Mittelpunkt. Diese Fähigkeiten werden auf dem Arbeitsmarkt zunehmend gesucht und schaffen den Absolventinnen und Absolventen beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche berufliche Zukunft.

Große Bandbreite und kleine Semester
Um dieses anspruchsvolle ausbildungsintegrierte duale Studium mit seiner großen fachwissenschaftlichen Bandbreite erfolgreich absolvieren zu können, sind zahlenmäßig kleine Semester von etwa 15 Studierenden pro Jahrgang erforderlich. Dadurch ist eine intensive Betreuung möglich. Die Dozentinnen und Dozenten der BGBA besitzen viel Erfahrung aus der eigenen erfolgreichen beruflichen Praxis. Persönliche Nähe und hohes Engagement sind Kennzeichnen für die Lehre an der BGBA. Die Werkstätten und Seminarräume der Zeichenakademie, dem Studienort der BGBA, sind auf dem allerneuesten technischen Stand und das einzigartige Ambiente des Gebäudes und seiner Grünflächen sorgt auch im Übrigen für ein Studium in positiver Atmosphäre.

Schritt für Schritt zur Professionalität
Das duale Studium ist so aufgebaut, dass sich die Komplexität mit jedem Semester steigert. Ein Semester (Halbjahr) besteht dabei immer aus einer akademischen Studienphase von drei Monaten und einer ebenso langen handwerklichen Ausbildungsphase. Das duale Studienmodell ermöglicht so in sieben Semestern sowohl einen staatlich anerkannten akademischen Abschluss (Bachelor of Arts) als auch einen betrieblichen Ausbildungsabschluss (Gesellenprüfung). Die betriebliche Ausbildung kann wahlweise in einem externen Betrieb oder bei der Zeichenakademie Hanau oder der Berufsfachschule für das Holz und Elfenbein verarbeitende Handwerk im Beruflichen Schulzentrum des Odenwaldkreises absolviert werden. Zu den Ausbildungsberufen gehören derzeit: Metallbildner/in, Goldschmied/in, Holzbildhauer/in, Elfenbeinschnitzer/in.

Studienstruktur und Modularisierung
In den sieben Semestern des Studiums wird Design systematisch vermittelt – von einer prinzipiellen Orientierung über die Auseinandersetzung mit Kreativitätsprozessen bis hin zur Arbeit in Innovationsprojekten. Schrittweise wird methodische Kreativität als Voraussetzung für eigenständige Lösungen und innovative Impulse entwickelt. Dabei wird nicht nur gestalterisch und handwerklich gearbeitet, sondern Design wird in interdisziplinären Lernfeldern erkundet. Das Spektrum reicht vom Design als ökonomische Erfolgsgröße in Wirtschaft und Organisation bis hin zu sozialpsychologischen Dimensionen in Gesellschaft und Kultur. Mit einer deutlichen Ausrichtung an innovativen Themenfeldern sind hier „Industrie 4.0“ und „Nachhaltigkeit“ wichtige Stichworte. Das duale Studium gibt dieser innovativen Ausrichtung des Konzepts der BGBA eine einzigartige Bandbreite durch die Kombination von Handwerk und Wissenschaft. In der handwerklichen Ausbildung erfolgt eine intensive Betreuung durch diplomierte Designerinnen/Designer und Handwerksmeister bei der Ausführung eigener Entwürfe in den modern ausgestatteten Werkstätten der Staatlichen Zeichenakademie Hanau und dem Beruflichen Schulzentrum Odenwaldkreis. Im Studium vermitteln Fachleute aus der beruflichen Praxis des Planens und Entwerfens ein breit angelegtes Wissen.

Studienverlauf Punkt für Punkt
Die Studiengänge sind in modularen Einheiten aufgebaut. Für jedes Modul werden Leistungspunkte (auch ECTS-Punkte nach dem European Credit Transfer System) vergeben. Der Studienverlauf umfasst insgesamt 33 Module, wozu auch die Abschlussarbeiten mit Bachelor-Thesis, Praxismodulen und betrieblichem Abschlussprojekt gehören. Zusammen ergeben sich mit Abschluss des Bachelorstudiums 180 ECTS-Punkte. Dieses Punktekonto berechtigt zum Masterstudium in ganz Europa.

Eine Besonderheit der BGBA-Studiengänge im Design ist das Angebot von praxisorientierten Modulen in den ersten drei Semestern. Sie kombinieren theoretisches Wissen und eine Verarbeitung der Erkenntnisse in gestalterischen Übungen. Die praxisorientierten Module unterstreichen die Theorie-Praxis-Vernetzung des dualen Studierens und sind profilgebendes Merkmal des BGBA-Studienangebots.

Jedes Semester umfasst ein Modul „Betriebliche Fachpraxis“ des integrierten Ausbildungsberufs. Die Lerninhalte werden hier über definierte Aufgabenstellungen zu Beginn des jeweils folgenden akademischen Semesters überprüft. Die Semesteraufgaben sind im Ausbildungsrahmenplan beschrieben, der den betrieblichen Ausbildungsteil mit dem Studium inhaltlich und organisatorisch vernetzt. Um diese Vernetzung sicherzustellen, gibt es ein eigenes Gremium, das auch für alle Fragen des dualen Wechsels zwischen akademischer Phase und Werkstattphase zuständig ist. Die persönliche Betreuung jedes Studierenden über das ganze Semester in beiden Phasen gehört wesentlich zum Konzept der BGBA.

Die ersten drei Semester vermitteln Basiswissen: Neben einer fachwissenschaftlichen Einführung im Orientierungskurs Design werden elementare gestalterische Darstellungstechniken vermittelt. Hierzu zählen die Grundlagen der Gestaltung allgemein und speziell die der Produktgestaltung. Eingeführt wird in DTP und CAD und ebenso in das Zeichnen. Die produktgestalterische Kompetenz wird erweitert durch Verfahren der Kostenrechnung, Methoden im Designprozess und Entwurfsstrategien. Die Inhalte dieser praxisorientierten Module werden durch theoretisches Basiswissen in Kultur,- Kunst- und Designgeschichte ergänzt.

In den Semestern vier bis sechs werden zentrale Themenfelder und aktuelle Entwicklungslinien der Produktgestaltung vermittelt: Neben Markendesign, Serien- und Unikatkonzepten werden auch Inhalte des Produktmanagements gelehrt. Entwicklungsfähigkeit und Zukunftsgestaltung stehen in den Modulen Advanced Design Concepts und Innovationsmanagement im Vordergrund. In den Modulen Produktsemantik, Designmilieus und Trendstudien wird untersucht, wie einzelne Zielgruppen angesprochen werden können. Unternehmerisches Kontextwissen ist ein weiterer curricularer Schwerpunkt: Eine spätere Selbstständigkeit wird durch Inhalte der Business Planung, der Präsentationskonzepte und des Marketings vorbereitet. Mit dem Start-up-Projekt wird der beispielhafte Prozess einer Existenzgründung konzeptionell durchgespielt.

Im Abschluss-Semester bereitet das letzte Modul Thesis-Management auf die konzeptionelle Entwicklung gestalterischer oder theoretischer Abschlussarbeiten vor. In der Bachelor-Thesis wird eine fachwissenschaftlich bedeutsame Problemstellung selbstständig bearbeitet und im Kolloquium verteidigt. Die Ausstellung der Arbeiten und die Verleihung der Urkunden ist dann das jährlich abschließende Highlight.

Berufsperspektiven

Qualifikationsziele und Berufsaussichten
Zukunftspotentiale aktivieren

Ein breit entwickeltes Kompetenzprofil ist das Ziel des BA-Studiengangs Produktgestaltung. Es befähigt die Studierenden zur Bearbeitung komplexer Aufgaben in Konzept und Entwurf sowie zur Kunden- und Marktorientierung. Absolventinnen und Absolventen sind nicht nur fachwissenschaftlich ausgewiesene Spezialisten, sondern auch marktkundige Generalisten für das Aktivieren von Zukunftspotenzialen in der Produktgestaltung. Die hohe Praxisorientierung des dualen Studiums qualifiziert für einen erfolgreichen Berufseinstieg und zur Einarbeitung in unterschiedlichen Aufgabenfeldern. Die Absolventinnen und Absolventen des dualen Studiengangs Produktgestaltung bewegen sich mit ihrem Kompetenzprofil in der Kultur- und Kreativwirtschaft. Vor allem mit gestalterischem Schwerpunkt arbeiten vergleichsweise viele Kreative als Selbstständige in kleinen betrieblichen Strukturen. Auf diese beruflichen Perspektiven werden die Studierenden vorbereitet.

Studienorganisation und Studiengebühren
Raum für Kreativität

Jedes Semester umfasst zwei Zeitblöcke von ungefähr gleicher Dauer: die betriebliche Ausbildungsphase und das anschließende akademische Semester. Die genauen Termine des akademischen Semesters und der betrieblichen Blockphasen werden frühzeitig auf der BGBA-Website für das jeweilige Folgesemester bekanntgegeben. Das Studium findet in den Räumen der Staatlichen Zeichenakademie Hanau statt. Studierende, die sich für eine Berufsausbildung an der Zeichenakademie (als Berufsfachschule) entscheiden, verbringen hier auch die Praxisphasen. Die anderen Studierenden sind an ihren betrieblichen Ausbildungsorten und kommen zum akademischen Semester in die BGBA.

Studiengebühren
Die Studiengebühren betragen pro Monat 200,- Euro. Darin ist auch ein Semesterticket enthalten, das zur Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel (außer ICE und IC) in ganz Hessen berechtigt. Viele Studierende jobben neben dem Studium um die Kasse aufzubessern. Hier ist es interessant zu wissen, dass Ausbildungskosten von der Steuer abgesetzt werden können. Ebenso Kosten für Fahrten und Wohnung. Aber auch wer nicht jobbt, kann für das Studium entstandene Kosten in den ersten beiden Berufsjahren danach absetzen. Weitere Informationen hierzu:
www.azubi.de/duales-studium/tipps/duales-studium-steuererklaerung

Wenn BAföG zur Finanzierung des Studiums benötigt wird, kann dies über den Schülerstatus bei unseren strategischen Ausbildungspartnern Zeichenakademie und Berufliches Schulzentrum Odenwaldkreis beantragt werden.

Bewerbung auf einen Studienplatz für den dualen Studiengang Produktgestaltung
Um an der BGBA studieren zu können, muss man sich bewerben. Hierfür wird in der Regel Anfang März jedes Jahres eine Eignungsprüfung der BGBA und der dualen Ausbildungspartner durchgeführt. Nur wer beide Prüfungen besteht, hat Aussicht auf einen Studienplatz. Der Eignungstest der BGBA, also die „Prüfung der künstlerisch-wissenschaftlichen und persönlichen Eignung für das duale Studium“ findet in terminlicher Koppelung mit dem Eignungstest der Ausbildungspartner „Prüfung der künstlerisch-handwerklichen Eignung“ statt.

Voraussetzungen für die Bewerbung zum Studiengang Produktgestaltung

  • Abitur/ Fachhochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte Vorbildung
  • Bestandener Eignungstest
  • Ausbildungsplatz in der Staatlichen Zeichenakademie oder im Beruflichen Schulzentrum Odenwaldkreis oder in einem Unternehmen, in einem der folgenden gestalterisch-handwerklichen Ausbildungsberufe:
    • Goldschmied/in (ZA)
    • Metallbildner/in (ZA)
    • Elfenbeinschnitzer/in (BSO)
    • Holzbildhauer/in (BSO)

Eignungsfeststellung
Zu der Eignungsfeststellung muss eine Mappe mit eigenen gestalterischen Arbeiten vorgelegt werden. Die Mappe sollte 10 bis 20 Arbeiten enthalten. Die Arbeiten müssen nicht „schön“ im landläufigen Sinne sein, aber sie sollten etwas über die Persönlichkeit und die kreative Motivation der Bewerberin oder des Bewerbers aussagen. Eine gute Mappe ist eine persönliche Mappe. Vielfalt der Darstellungstechniken und Motive sowie das prozesshafte Ergründen eines Themas sind vorteilhaft für eine Bewerbungsmappe. Objekte, die zu groß sind oder die nicht beständig sind, können auch als Fotos oder Filme eingereicht werden. Die Größe der Mappe ist nicht limitiert.

Die künstlerische Eignung wird anhand folgender Bewertungskriterien geprüft:
A Bewertungskriterien für die eingereichte Mappe
(Nachweis Entwicklungspotenzial)

  • Vielseitigkeit
  • Originalität
  • Ästhetische Sensibilität
  • Künstlerische Ausdrucksstärke
B Bewertungskriterien theoretisch-konzeptioneller Aufgaben
(Nachweis wissenschaftlicher Eignung)
  • Analysefähigkeit
  • Methodisches Denken
  • Abstraktionsfähigkeit
  • Stringenz von Schlussfolgerungen
C Bewertungskriterien praktisch-gestalterischer Aufgaben
(Nachweis künstlerischer Eignung)
  • Imaginationsfähigkeit
  • Räumliches Sehen
  • Ideenreichtum
  • Problemlösungsfähigkeit
D Bewertungskriterien Fachgespräch
(Nachweis persönlicher Eignung)
  • Artikulationsvermögen
  • Selbstpräsentation
  • Fachliches Grundwissen
  • Kommunikationsfähigkeit

Es gibt viele Möglichkeiten eine Mappe zu erstellen. Wir empfehlen dringend an der Mappenberatung und Studienberatung der BGBA teil zu nehmen. Die Termine sind im Terminteil der Website angegeben. Besucher der Mappenberatung können völlig ungezwungen und unverbindlich Arbeiten mitbringen, die sie für ihre Bewerbungsmappe verwenden wollen.

Die Anerkennung von eventuell bereits erbrachten Praxis- oder Studienleistungen gemäß der Prüfungsordnung ist möglich. Über die Anerkennung entscheidet die Prüfungskommission.

Der nächste Schritt zur Bewerbung